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Planungssicherheit für einen modernen ÖPNV in Bremen

Das Land Bremen steht vor wichtigen Entscheidungen zur Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs. Das aktuelle Leistungskostengutachten des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) gibt erstmals einen detaillierten Überblick über den Finanzierungsbedarf im ÖPNV bis 2040 – und zeigt auf, wie mit zwei konkreten Szenarien die Leistungsfähigkeit des Nahverkehrs in Bremen und in Bremerhaven gesichert und ausgebaut werden kann.

Das unabhängige Gutachten analysiert die Kostenentwicklung im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bundesweit und für alle 16 Bundesländer bis 2040 und modelliert dabei zwei Szenarien:

  • Modernisierung 2040 mit dem Fokus auf Substanzerhalt und Qualitätssicherung durch umfassende Modernisierung von Infrastrukturen und Fahrzeugen
  • Deutschlandangebot 2040 mit zusätzlich flächendeckender Angebotsausweitung und Ausbau der Kapazitäten

Beide Szenarien bieten der Politik eine belastbare Grundlage, um langfristige Finanzierungsentscheidungen zu treffen – und gleichzeitig die Chancen für ein besseres, zukunftsfähiges Nahverkehrssystem zu nutzen.

„Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für entschlossenes Handeln, denn die Menschen in Bremen erwarten auch für die Zukunft einen verlässlichen und modernen Nahverkehr als Teil der Daseinsvorsorge“, so Claudia Wiest, kaufmännische Vorständin der Bremer Straßenbahn AG. „Das Gutachten zeigt: Investitionen in neue Fahrzeuge, mehr Angebot und digitale Infrastruktur zahlen sich aus – für unsere Fahrgäste und für den Standort Bremen.“ 

„Insbesondere die Metropolregion rund um Bremen wächst weiter – und mit ihr der Bedarf an einem eng getakteten, gut vernetzten Nahverkehr“, sagt Rainer Counen, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen. „Das Deutschlandangebot aus dem Gutachten ist auch für das Bundesland Bremen und Umgebung keine Vision, sondern ein konkreter, realisierbarer Plan, wie wir gemeinsam mit den Ländern bis 2040 Mobilität für alle verbessern können – in Stadt und Umland.“

Die konkreten Ergebnisse aus dem Gutachten für Bremen:

Szenario „Modernisierung 2040“

  • Sicherung des heutigen Angebots mit punktuellen Ausweitungen
  • vollständiger Abbau des Sanierungsstaus bei Infrastruktur, Fahrzeugen und Betriebshöfen
  • + 3 % mehr ÖPNV-Angebot, + 9 % mehr Fahrgastnachfrage
  • Verdopplung des öffentlichen Finanzierungsbedarfs von heute etwa 250 Mio. € jährlich auf 500 Mio. € pro Jahr in 2040 (Mittelaufwuchs pro Jahr: + 4,4 %)

Szenario „Deutschlandangebot 2040“

  • Taktverdichtung insbesondere in den Stadtrandgebieten, bessere Verknüpfung von Bus, Tram und SPNV
  • Angebotsplus: + 44 % mehr Sitzplatzkilometer, + 24 % mehr ÖPNV-Nachfrage
  • Die durchschnittliche Güteklasse des ÖPNV verbessert sich auf Note 1,5 (2024: 2,5)
  • Der Finanzierungsbedarf steigt auf 740 Millionen Euro pro Jahr bis 2040 (Mittelaufwuchs pro Jahr: + 7,1 %)

„Im bundesweiten Vergleich liegt Bremen beim ÖPNV-Angebot mit der Note 2,5 schon heute auf einem der Spitzenplätze. Doch auch hier gilt, wie überall in Deutschland: Ohne zusätzliche Finanzierung ist kein Fortschritt mehr möglich. Eher im Gegenteil, denn die Finanzierungslücke wächst – und damit die Gefahr, dass Leistungen gekürzt werden müssen“, warnt Alexander Möller, Geschäftsführer ÖPNV beim VDV. „Es braucht jetzt klare politische Entscheidungen und langfristig verlässliche Mittel.“

Das ÖPNV-Gutachten für Bremen gibt es zum Download unter www.bewegt-uns-alle.de

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